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Die Preisträger

Dieses sind die Gewinner des Ideenwettbewerbs Schleswig-Holstein 2016.

Detailinformationen zu den Projekten und den Menschen, die hinter den Ideen stehen, bekommen Sie, wenn Sie auf die blauen Kreise klicken, die jeweils am linken Zeilenrand vor den Preisen platziert sind.

Die Gewinner des Ideenwettberwerbs Schleswig-Holstein 2016

 

1. PREIS (5.000 €): Druckneutrale LED-Beleuchtungstechnik für Unterwasseranwendungen

Eine günstige und einfache Konstruktionsweise für kleine, leichte und leistungsstarke Unterwasserleuchten zum Einsatz in der Tiefsee haben Dipl.-Ing. Jan Sticklus und Geologe Dr. Tom Kwasnitschka vom GEOMAR Helmholtz Zentrum für Ozeanforschung Kiel entwickelt. In der ewigen Dunkelheit der Tiefsee muss die Beleuchtung an Tauchbooten und Tauchrobotern hohem Druck und Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt standhalten. Um die Elektronik zu schützen, wurde bisher fast immer ein aufwändig herzustellender und schwerer Druckkörper aus Metall benötigt. Die Kieler Forscher verwenden druckbeständige LED-Leuchten, die durch eine spezielle Vergusstechnik mit transparentem Kunstharz vom Wasser abgeschirmt werden. Die mit diesem Verfahren hergestellten Leuchten sind nicht nur besonders leistungsstark, haltbar und günstig, sondern auch außergewöhnlich klein und leicht –wertvolle Eigenschaften für Einsätze in der Tiefsee. Weitere potenzielle Einsatzgebiete für die druckneutrale Beleuchtung sind Flachwassergebiete sowie der Anlagen- und Schiffsbau. Darüber hinaus eignet sich die neuartige Vergusstechnik zum Schutz unterschiedlicher Unterwasserelektroniken.

Der mit 5.000 € dotierte 1. Preis wurde gestiftet von der Investitionsbank Schleswig-Holstein.
www.ib-sh.de

2. PREIS (3.000 €): Fucusfarm

Auf den zweiten Platz landete mit Rafael Meichßner ein Student der Meeresbiologie an der CAU Kiel. Er plant den Aufbau einer „Fucusfarm“ in der Ostsee, auf der Blasentang (Fucus versiculosus) mit einer neuen Methode angebaut werden soll. Dabei werden die Algen nicht wie bisher auf Steinen oder an Seilen über Sporen und Keimlinge vermehrt, sondern in kleine Stücke geschnitten, aus denen wieder ganze Algen wachsen. Diese Methode kommt also ohne feste Unterlage aus und verkürzt die Zeit bis zur Ernte um mehr als ein halbes Jahr, sodass innerhalb kurzer Zeit große Mengen erzeugt werden können. Blasentang enthält zahlreiche Inhaltsstoffe, die in der Kosmetik- und Nahrungsergänzungsmittel-industrie eingesetzt werden. Eine Zulassung von Medizinprodukten mit den Wirkstoffen des Blasentangs ist absehbar, sodass der Bedarf an Fucus-Biomasse weiter steigen dürfte. Die Fucusfarm wäre die erste ihrer Art weltweit

Der mit 3.000 € dotierte 2. Preis wurde gestiftet von der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Schleswig-Holstein mbH.
www.mbg-sh.de

3. PREIS (1.500 €): Fischalarm

Den dritten Platz belegten die Brüder Frederik und Raffael Rimpf mit „Fischalarm“ – einer digitalen Marktplattform, mit der regionale Fischer ihren fangfrischen Fisch direkt vermarkten, damit ihren Markteinfluss steigern und deutlich bessere Preise erzielen können. Dazu senden teilnehmende Fischer noch auf See Informationen zu ihrem aktuellen Fang an Fischalarm, die dann aufbereitet und auf unterschiedlichen Kanälen zur Verfügung gestellt werden, z. B. per Website, App oder in sozialen Netzwerken. So wissen interessierte Kunden jederzeit ganz genau, wo und wann es welchen Fisch zu welchem Kilopreis frisch vom Kutter zu kaufen gibt. Beide Studenten beenden gerade ihre Masterarbeiten: Frederik im Studiengang „Public Economics, Law and Politics“ an der Leuphana Universität Lüneburg, Raffael im Studiengang „Business Management“ an der Universität St. Gallen. Nach Abschluss ihres Studiums wollen beide so schnell wie möglich einen ersten Prototyp am Markt testen.

Der mit 1.500 € dotierte 3. Preis wurde gestiftet von den NORDZENTREN - Ideen. Räume. Schleswig-Holstein.
www.nordzentren.de

SONDERPREIS GREEN ECONOMY (1.000 €): Hydropneumatischer Schwungradspeicher für WEA-Rotoren
TESTBILD

Der Sonderpreis in der Kategorie „Green Economy“ ging an Prof. Dr. Clemens Jauch vom Wind Energy Technology Institute (WETI) der Hochschule Flensburg für die Entwicklung eines hydropneumatischen Schwungradspeichers. Herrscht im Stromnetz ein Ungleichgewicht zwischen erzeugtem und verbrauchtem Strom, wird für kurze Zeit die Drehzahl der angeschlossenen Windenergieanlagen angepasst, um zusätzliche Energie freizusetzen. Die Folgen sind kurzfristige Leistungseinbrüche und ein langfristig geringerer Energieertrag. Der hydropneumatische Schwungradspeicher setzt die nötige Energie nicht durch Veränderung der Drehzahl frei, sondern nutzt das Massenträgheitsmoment. Dazu befinden sich in den Rotorblättern jeweils zwei verbundene Speicher und Hydraulikflüssigkeit als verschiebbare Masse. Befindet die sich nahe den Rotorblattspitzen, ist das Massenträgheitsmoment groß und der Speicher geladen; befindet sie sich nahe der Rotorblattwurzeln, ist der Speicher leer. Die Entwicklung individueller Speichertypen für unterschiedliche Windräder in Zusammenarbeit mit Herstellern ist in Planung.

Der mit 1.000 € dotierte Sonderpreis GREEN ECONOMY wurde gestiftet von der Rail & Road Protec GmbH.
www.r2protec.de

SONDERPREIS IT (1.000 €): Handy-App zum Abnehmen ohne Diät

Der Sonderpreis in der Kategorie „IT“ ging an Prof. Dr. Kerstin Oltmanns, B. Sc. Malte Fentroß und Dipl.-Betriebswirt Axel Schulz für ein interaktives und internetbasiertes Therapieprogramm inklusive Handy-App zur nachhaltigen Gewichtsreduktion. Das Programm setzt dabei nicht auf das Zählen von Kalorien, sondern unterstützt die Nutzer im psychologischen und verhaltensneurobiologischen Bereich: Auf der Basis bewährter verhaltenstherapeutischer Methoden soll es die Wahrnehmung von Hunger- und Sättigungsgefühl schulen und die Verknüpfung von negativer Emotion und Nahrungsaufnahme auflösen, die zum so genannten Trost- oder Stressessen führt. Prof. Oltmanns ist Leiterin der Sektion für Psychoneurobiologie der Universität zu Lübeck mit dem Forschungsschwerpunkt Adipositas und hat das Programm gemeinsam mit dem selbstständigen Projektentwickler Schulz und dem Informatiker und Softwareentwickler Fentroß entwickelt. Eine Unternehmensgründung ist für das Ende der Entwicklungsphase geplant. Die Marktreife des Programms ist für Anfang 2017 angestrebt.

Der mit 1.000 € dotierte Sonderpreis IT wurde gestiftet von der assono GmbH.
www.assono.de

SONDERPREIS Food & Health(1.000 €): ChewSens
SONDERPREIS BIOMED

Der Sonderpreis in der Kategorie „Food & Health“ ging an Dr.-Ing. Thomas Knieling, Dr. Eric Nebling, Dipl.-Ing. Lars Bohm und Dipl.-Kfm. Jürgen Brink für ChewSens, ein intelligentes Mundstück, mit dem Sportler den Laktatgehalt in ihrem Speichel messen können. Der ist mit dem Laktatgehalt im Blut verknüpft und gibt Auskunft über den aktuellen Ermüdungszustand der Muskulatur. Bisher ist zur Laktatanalyse eine Blutentnahme am Ohrläppchen von einem Arzt oder Sportmediziner notwendig. ChewSens wird lediglich zwischen Wangeninnenseite und Kiefer eingeklemmt und übermittelt dann die im Speichel gemessenen Werte per Bluetooth an ein Smartphone oder eine Smartwatch. Über die ChewSens-App soll der Sportler dann seine Leistungsfähigkeit ganz einfach selbst überprüfen und seine Trainingssteuerung entsprechend anpassen können. Drei der vier Teammitglieder sind Wissenschaftler am Fraunhofer-Institut für Siliziumtechnologie ISIT in Itzehoe. Ein Businessplan wird aktuell erstellt und eine Firmengründung ist in Vorbereitung ChewSens soll zunächst im deutschsprachigen Raum und später weltweit vertrieben werden.

Der mit 1.000 € dotierte Sonderpreis Food & Health wurde gestiftet von der Planton GmbH, BioAnalytik.
www.planton.de

SACHPREIS SCHUTZRECHTSBERATUNG: Datsche - Urban Farming & Sustainable Gardening

Lasse und Hannes Popken erhalten eine Schutzrechtsberatung durch die PVA SH. Sie wollen mit Ihrer Idee ‚Datsche - Urban Farming & Sustainable Gardening‘ das Leben in unseren Städten verändern. Die beiden Brüder kombinieren Erfahrungen aus Ihren Studiengängen der Architektur und der Nachhaltigkeitswissenschaften. Sie werden Produkte sowohl für den kleinen nachhaltigen Garten auf dem eigenen Dach als auch Gesamtlösungen für Unternehmen anbieten. Workshops, in denen die Interessenten das notwendige Wissen erlangen können, sollen den gärtnerischen Erfolg ihrer Kunden garantieren.

Der Sachpreis SCHUTZRECHTSBERATUNG wurde gestiftet von der PVA SH GmbH.
www.pva-sh.de



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